Ein Service von
@mazing

Benutzer-FAQ Administrator-FAQ Listen-Übersicht Impressum

 

[Michaela-Didyk Newsletter] Schreibnacht bei Unternehmen Lyrik - immer am letzten Donnerstag des Monats

Michaela Didyk info at michaela-didyk.de
Sa Sep 27 02:33:14 CEST 2008


Liebe Leserinnen und Leser,

auf ihre gewohnte Biersuppe zum Frühstück mochte Liselotte von der 
Pfalz nur ungern verzichten. Auf die neue Mode, Kakao oder Kaffee zu 
trinken, war sie daher nicht gut zu sprechen, zumal diese Getränke in 
den Anfängen recht bitter schmeckten. Umständlich musste die Schokolade 
erst aufgekocht werden. Aber in höfischer Tischkultur - verbrannte 
Finger steckten wohl dahinter -  erfand man kurzerhand im Aufschwung 
aller Porzellanproduktion eine Extrakanne mit speziell lotrecht 
angebrachtem Stielgriff. Den Tee trank man dagegen aus den Köppchen, 
den tiefen Untertassen, in die man die Flüssigkeit goss, um sie 
abzukühlen, - bis schließlich aus dieser Gepflogenheit eine höchst 
unfeine Sitte wurde.
2010 feiert Meißen die Gründung seiner Manufaktur, der ersten in ganz 
Europa. Grund genug, der vielseitigen Kulturgeschichte des Porzellans 
weiterhin auf der Spur zu bleiben. Dass und wie Sie dabei bei schnellem 
Entschluss Kosten sparen können, erfahren Sie im Folgenden.
PS: Vergessen Sie nicht, Ihre Lösung aus dem Geburtstagsrätsel vom 
August bis zum 30. Oktober einzuschicken! Der Ordner zur Verlosung 
füllt sich bereits. Sie finden die Unterlagen unter 
<http://www.unternehmen-lyrik.de/index.php?id=125>

Viel Spaß beim Lesen der heutigen Newsletter-Ausgabe!

________________________________

1. Venedig-Erinnerung
2. Subskription beim neuen Lyrik-Abonnement
3. Im Blick der Fotografin
4. Schreibnächte online
________________________________

1. Venedig-Erinnerung

Dass Venedig noch immer Dichter inspiriert, verwundert kaum, öffnet es 
doch an allen Ecken den Blick auf Risse und Flecken, auf Spiegelungen. 
Altes und Brüchiges geht eine besondere Verbindung mit dem Heute ein 
und hält auch den Betrachter in solchem Grenzland ineinander fließender 
Zeiten im Bann. Der Weg in die Assoziationen fällt da nicht schwer. 
"Venezianische Sarkasmen" nennt Durs Grünbein einen Zyklus in dem 2007 
erschienenen Gedichtband "Strophen für übermorgen" und sein Vers "Wo 
sonst sind die Echos so hörbar" mag den Widerhall der Jahrhunderte in 
der Lagunenstadt deutlich spüren lassen.
Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts hatte Thomas Mann, Venedig zum 
Schauplatz gemacht, um der inneren Stimme Gustav Aschenbachs Raum zu 
geben. "Eine seltsame Ausweitung seines Innern ward ihm ganz 
überraschend bewusst, eine Art schweifende Unruhe, ein jugendlich 
durstiges Verlangen in die Ferne." Als sich der alternde Dichter 
Aschenbach nach Venedig begibt, ist es  die Begegnung mit dem 
engelgleichen Jüngling im Hotel, die ihn immer mehr zum Getriebenen 
macht, der sich im Labyrinth der Gassen und Brücken auch in seinen 
geheimen homoerotischen Wünschen und Vorstellungen zurechtzufinden 
sucht. Zwei Hörbücher laden Sie zu Thomas Mann Novelle "Tod in Venedig 
ein": In klassischer Rezitierkunst Will Quadfliegs Lesung oder die von 
Gerd Wameling, der die innere Zerrissenheit des Künstlers in den 
Vordergrund rückt.

bei amazon:
Durs Grünbein: Strophen für übermorgen, Zitat S. 179 < 
http://tinyurl.com/3fq6f8 >
Thomas Mann: Tod in Venedig < http://tinyurl.com/54gjl8 >
Lesung Will Quadflieg: < http://tinyurl.com/4r6g2z >
oder die Gerd Wamelings: < http://tinyurl.com/4d8unr >

Eine Gelegenheit, Venedig in seiner langen dichterischen Tradition 
inspirierend für Ihr Schreiben zu nutzen, bietet sich vom 7. bis 9. 
November bei den "Stadtgedichten". Murano mit seinen Spiegeln, 
Kristall-Lüstern und Perlen lädt Sie zum Verseschmieden ein. 
Anmeldeschluss zum Venedig-Kurs ist der 27. Oktober, die weiteren 
Informationen finden Sie unter
< http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/stadtgedichte/>

________________________________

2. Subskription beim neuen Lyrik-Abonnement

Zusammen mit mehreren öffentlichen Lesungen - teils in der Meißner 
Porzellanmanufaktur - und damit verbundenen Kursen, die das Know-how 
für Lesung oder Performance vermitteln, ist bis 2010 ein zweijähriges 
Meißen-Projekt "Porzellan" entstanden, das zum Mitmachen lohnt. Als 
sich vor zwei Jahren das Stadtgedichte-Thema anbahnte, war keine 
"unendliche Geschichte" geplant. Doch so, wie sich die Feiern zur 
Erfindung des weißen Goldes und zur Gründung der Manufaktur bis 2010 
auffächern, hat auch die Stoffrecherche immer größere Kreise gezogen.
Von China und Marco Polo über August den Starken, die 
Porzellanerfindung bis zu den Zuckerbäckern oder Stillleben-Malern, dem 
Tabakgenuss und Trinkgewohnheiten, den Handelskompanien und versunkenen 
Schiffen mit ihren Porzellanladungen ist als Grundlage für 
vortragsreife Gedichte in solch weitem Inspirationsradius ein 
achtteiliges Lyrik-Abonnement entstanden. Für die Teilnahme an den 
Lesungen in Meißen ist dieses Porzellan-Abonnement Voraussetzung. Es 
kann aber auch davon unabhängig gebucht werden. Bis zum 15. Oktober 
gibt es das Abonnement, mit dem Sie vor allem den Aufbau komplexer 
Gedichtaussagen trainieren, zum Subskriptionspreis. Mehr Details 
erfahren Sie hier

< http://www.unternehmen-lyrik.de/index.php?id=129 >

________________________________

3. Im Blick der Fotografin

Seit vier Jahrzehnten holt die im oberbayrischen Moosburg geborene 
Fotografin Isolde Ohlbaum, die seit 1953 in München lebt, 
Schriftstellerinnen und Dichter, namhafte Philosophen, Preisträger oder 
gerade aufgehende Sterne des Literaturbetriebs vor die Kamera. Ihr 
überquellendes Archiv und die künstlerische Qualität ihres Schaffens 
dokumentieren die internationale Literaturszene auf einzigartige Weise. 
Das Literaturhaus in München zeigt bis 9. November eine Werkschau mit 
Literatenporträts der Fotokünstlerin. „Bilder des literarischen Lebens“ 
heißt der Begleitband mit 352 Aufnahmen, der schon jetzt als „der große 
Ohlbaum“ gehandelt wird. Beim Durchblättern des Fotobuchs, das in 
alphabetischer Reihung Bilder von Achternbusch bis Zuckmayer zeigt, 
erweisen sich Momentaufnahmen als Einblick in die Seele. Ein 
"Familienalbum" der Literaturschaffenden nennt es Verleger Lothar 
Schirmer. Kollegiale Referenz erweist auch der niederländische Dichter 
Cees Nooteboom: Isolde Ohlbaum schreibe Literatur "mit Licht".

Dieser Link führt ins Literaturhaus München < 
http://literaturhaus-muenchen.de/programm/ausstellungen.asp >, die 
Rezension zur Ausstellung mit Hinweisen auf den Fotoband, der auch als 
limitierte Vorzugsausgabe erhältlich ist, lesen Sie hier: < 
http://www.unternehmen-lyrik.de/newsletter/rezensionen/#c390>
________________________________

4. Schreibnächte online

"Schreibnacht an jedem letzten Donnerstag des Monats!" heißt es 
zukünftig bei Unternehmen Lyrik (Ausnahme 25. Dezember). Von 19 bis 23 
Uhr können Sie - bei kurzfristiger Anmeldung - zur Online-Werkstatt mit 
jeweiligem Schreibmotto dazustoßen.
Am 30. Oktober geht es passend zur Jahreszeit um Nebel, Ende November 
um Stern-Motive. Originelle Querschläge sind dabei nicht nur erlaubt, 
sondern erwünscht. Mit einer Einführung ins Thema und Schreibimpulsen 
können Sie hämmern und feilen oder - wer Lust hat - einen gemeinsamen 
Text schmieden. Konstruktiver kollegialer Austausch und Lektorat 
gehören dazu. Hier gibt es noch mehr Details:
< http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/schreibnaechte/>
________________________________
Im nächsten Newsletter finden Sie die ersten Buchtipps für Ihre 
Geschenkliste - Weihnachten wirft sein Licht voraus.
Bis Oktober also grüßt Sie herzlich
Ihre
Michaela Didyk


Sollten sich beim Öffnen der Seiten mit den Links Probleme ergeben,
können Sie die Informationen direkt auch unter
http://unternehmen-lyrik.de/newsletter/archiv  aufrufen.
_____________________________________
Sie empfehlen den Michaela_Didyk-Newsletter weiter? Vielen Dank!

Verantwortlich im Sinn des Presserechts:
(c) Michaela Didyk M.A.
Unternehmen Lyrik
_____________________________
Schellingstraße 115	
D-80798 München
T: +49 (0)89 524 527
F: +49 (0)89 542 90 805
Skype: michaela-didyk
E: info at unternehmen-lyrik.de

I: http://www.unternehmen-lyrik.de
    http://blog.unternehmen-lyrik.de
_____________________________________
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : nicht verfügbar
Dateityp    : text/enriched
Dateigröße  : 8039 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL         : <http://listen.a-mazing.net/pipermail/michaela_didyk-newsletter/attachments/20080927/852d7ef4/attachment.bin>


Mehr Informationen über die Mailingliste Michaela_Didyk-Newsletter