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[Michaela-Didyk Newsletter] Neu: Rezensionen bei Unternehmen Lyrik

Michaela Didyk info at michaela-didyk.de
So Sep 30 22:09:32 CEST 2007


Liebe Leserinnen und Leser,

spät und gerade noch im September - erscheint der aktuelle Newsletter  
rund um das Thema "Überarbeitung und Kritik". Meine Homepage wird sich  
in den nächsten Wochen erweitern und Ihnen mehr Service bieten. Heute  
startet in diesem neuen Rahmen eine Kolumne mit Rezensionen. Sie finden  
zukünftig in unregelmäßigen Abständen Informationen und Besprechungen  
von Gedichtbänden oder lyrikbezogenen Sachbüchern. Den Anfang macht  
Reiner Kunzes "lindennacht": Günter Ott (Augsburger Allgemeine Zeitung)  
hat seine Besprechung zum jüngsten Werk Kunzes zur Verfügung gestellt.

Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame und inspirierende Lektüre!


1. Lyrik Online: Verdichten Schritt für Schritt
2. "Poetik in Stichworten" - ein Standardwerk zum Nachschlagen
3. Von der Erstausgabe zur Ausgabe letzter Hand und darüberhinaus
4. Neuer Service: Rezensionen unter www.unternehmen-lyrik.de

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1. Lyrik Online: Verdichten Schritt für Schritt

Zwei Tage lang überarbeiten und feilen Sie im Online-Lyrikkurs am 27.  
bis 28. Oktober Ihre Gedichttexte. Das Wochenendseminar bietet Ihnen  
dabei vor allem die Möglichkeit, Ihre Texte im KollegInnenkreis  
vorzustellen und zu diskutieren. Da es oft schwierig ist, Kritik und  
Anerkennung in Worte zu fassen, die über ein bloßes Gefallensurteil  
hinausgehen, gibt ihnen der Kurs Werkzeug zur Hand, wie Sie Texte  
einordnen und konstruktiv einschätzen. Das schärft nicht nur allgemein  
Ihren Blick auf die Machart von Gedichten, sondern stärkt auch Ihr  
dichterisches Selbstbewusstsein. Denn indem Sie exakt aussprechen  
können, was Ihnen an einem - eigenen oder fremden - Gedicht gefällt  
oder stört, lernen Sie auch Ihr Werk gegenüber anderen zu vertreten.  
Kritik erweist sich als hilfreiches Instrument und verliert ihren  
verletzenden Stachel. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Gedichte oder  
"Gedichtrohlinge" auf den Prüfstand zu stellen und mit neuen Impulsen  
an die Überarbeitung zu gehen.

Weitere Informationen finden Sie unter: <  
http://www.michaela-didyk.de/angebot/online-kurse/verdichten-schritt- 
fuer-schritt/#>
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2.  "Poetik in Stichworten" - ein Standardwerk zum Nachschlagen

Welche Reimfolge ist bei einem Sonett einzuhalten, welches Metrum legen  
Sie einer Ode zugrunde. Nicht nur bei so speziellen Fragen ist es  
nützlich, ein Nachschlagwerk zur Hand zu haben. Vom Stilmittel über den  
Strophenbau bis zu den unterschiedlichen Gedichtformen finden Sie die  
nötigen Informationen, die sich bei der Überarbeitung Ihres Gedichtes  
ergeben können, im Taschenbuchformat knapp, aber präzis  
zusammengestellt: "Poetik in Stichworten" (Hg. Ivo Braak und Martin  
Neubauer) geht dabei über die bloße Lyrik hinaus. Auch als Erzählerin  
oder Romanschreiber haben Sie Gewinn mit diesem Grundlagenbuch.

bei amazon:
"Poetik in Stichworten": < http://tinyurl.com/2epd92 >

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3. Von der Erstausgabe zur Ausgabe letzter Hand und darüberhinaus

Erstausgaben, Ausgaben letzter Hand, historisch-kritische Ausgaben,  
Studienausgaben - was wir als vermeintlich unumstößlichen Vers eines  
Dichters lesen, geht oft auf die Entscheidung eines Herausgebers  
zurück. Daher ist es gut, zumindest bei den Büchern von inzwischen  
verstorbenen AutorInnen genauer hinzuschauen, auf welchen Prinzipien  
eine Textausgabe beruht.
Erstausgaben stehen für einen Text in seiner ursprünglichen  
Veröffentlichungsform. So können Sie die "Leiden des jungen Werthers"  
z.B. in solcher Fassung von 1774 auch heute noch als entsprechenden  
Nachdruck kaufen. Bei Dichtern unserer Zeit ist die Erstausgabe -  
gerade bei Lyrikern, deren Werk in der Regel in niedriger Auflage  
gedruckt wird  - oft nach einigen Jahren vergriffen. Findet man, zumal  
wenn der Bekanntheitsgrad der AutorInnen inzwischen gestiegen ist, im  
Antiquariat solche Bände -, haben sie in der Regel an Wert zugenommen.

Bei amazon:
z.B. Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers. dtv -  
Bibliothek der Erstausgaben. < http://tinyurl.com/2lltox >

Ausgaben letzter Hand übernehmen - nach dem Tod des Autors - die  
zuletzt erarbeitete Fassung eines Textes. Die Werkausgabe Bertolt  
Brechts (Suhrkamp Verlag), die von Elisabeth Hauptmann zusammengestellt  
wurde, beruht beispielsweise auf diesem Prinzip. Man geht davon aus,  
dass mit der letzten Korrektur des Autors auch der Text durch ihn  
entsprechend autorisiert ist. Im Gegensatz zum oft spannungsvollen  
frühen Text ist die späte "ausgereifte" Fassung gedruckt. Das Werk wird  
so in der Perspektive einer "Vollendung" erfasst. Bei Bert Brecht, der  
zeit seines Lebens seine Texte veränderte, wird so nur ein Teil seines  
Schaffens vermittelt, der Werkprozess bleibt außer acht.

Bei amazon:
z.B. Bertolt Brecht: Gedichte < http://tinyurl.com/362bdu >

(Historisch-)kritische Ausgaben sind langwierige Unternehmungen und  
meist universitären Forschungsursprungs. Aufgrund ihres Aufwands  
bleiben sie (toten) DichterInnen von "Rang und Namen" vorbehalten. Alle  
Fassungen eines Textes werden bei dieser Ausgabe herangezogen und in  
ihren Unterschieden erfasst. Die Entstehungsgeschichte, biografische  
Details, Bezüge zu Zeitgenossen und zum Umfeld kommen hinzu, Kommentare  
ergänzen die Texte. Ablesbar werden in solchem Überblick die  
Arbeitsweise der DichterInnen, ihre Auseinandersetzung mit dem Werk und  
seiner Wirkung.
Eine gute Zwischenlösung gegenüber den - wegen der zahlreichen  
Varianten oft sperrig zu lesenden - historisch-kritischen Ausgaben  
bieten Studienausgaben, die ebenfalls mehrere Fassungen eines Textes  
abdrucken und die mit einem Kommentarteil ausgestattet sind.

Bei amazon:
z.B. Georg Trakl: Das dichterische Werk. Auf Grund der  
historisch-kritischen Ausgabe von Walther Killy und Hans Szklenar <  
http://tinyurl.com/yo4b9g >


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4. Neuer Service: Rezensionen unter www.unternehmen-lyrik.de

Rund um die Lyrik, ob Gedichtband oder Sachbuch - mit einem speziellen  
Service informiert Sie unternehmem-lyrik.de über Neuerscheinungen auf  
dem Buchmarkt und erleichtert Ihnen mit Rezensionen - von KollegInnen  
oder aus eigener Feder - die Auswahl. Es lohnt sich, in Zukunft immer  
wieder vorbeizuschauen. Lesen Sie zum Auftakt die Besprechung zu Reiner  
Kunzes "lindennacht" unter

< http://www.unternehmen-lyrik.de/newsletter/rezensionen/ >

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Im Oktober erfahren Sie, wer beim Cento-Spiel gewonnen hat. "Knifflig,  
aber mit viel Spaß" - danke für Ihr Feedback und Ihr engagiertes  
Mitmachen beim Städteraten. Ich freue mich auf das Lose-Ziehen!

Herzliche Grüße
Ihre
Michaela Didyk


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können Sie die Informationen direkt auch unter
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