[Michaela-Didyk Newsletter] Nicht nur aus Katalonien oder für Brasilien: Bücher auf dem Markt
Michaela Didyk
info at michaela-didyk.de
Fr Apr 27 11:22:12 CEST 2007
Liebe Leserinnen und Leser,
auch wenn die Zeit verfliegt, hält der Welttag des Buches vielleicht
eine Weile an und mischt den grauen Alltag bunt auf. Viel Spaß bei der
folgenden Lektüre!
1. Katalanische Traditionen
2. Lesen und vorlesen
3. Ein Klassiker auf dem Buchmarkt
4. Bücher im Blick des anderen
________________________________
1. Katalanische Traditionen
Rosen und Bücher gab es zum Weltbuchtag Anfang der Woche. Was die
UNESCO für ihren jährlichen Gedenktag am 23. April übernahm, hat in
Katalonien eine lange Tradition. Immerhin soll zumindest der
Rosenbrauch bis ins 15. Jahrhundert zurückgehen. Dass jedoch auch
Bücher und die Literatur in Katalonien ein reiches Erbe ausmachen, wird
bei näherer Beschäftigung schnell deutlich. Im 12. Jahrhundert gab es
bereits den ersten Text in die katalanische Sprache übersetzt. Aus dem
Vulgärlatein entwickelt, wurde sie zunehmend als Schriftsprache
verwendet.
Katalonien ist im Herbst Ehrengast der Frankfurter Buchmesse; auf der
in Leipzig gab es bereits einen katalanischen Auftakt. Nach der
Unterdrückung der Sprache während des Franco-Regimes blüht die
Literatur wieder auf. Wer einen bebilderten Streifzug durch 800 Jahre
katalanische Dichtung sucht, kann sich mit folgendem Link in die -
inzwischen digitalisierte - Wanderausstellung des "Institució de les
Lletres Catalanes" begeben:
< http://tinyurl.com/yswkl6 >
Zur Lektüre lädt dagegen der neue Band "vier nach. Katalanische Lyrik
nach der Avantgarde" aus dem Lyrik Kabinett München ein. Axel Sanjosé,
selbst Lyriker, übersetzt und stellt in dieser zweisprachigen Ausgabe
vier zeitgenössische Dichterkollegen vor: Enric Casasses, Eduard
Escoffet, Arnau Pons und Víctor Sunyol zeigen in ihrer
Unterschiedlichkeit das breite Spektrum katalanischer Poesie.
< http://tinyurl.com/29sqsf >
________________________________
2. Lesen und vorlesen
Die "Stiftung Lesen" versteht sich als "Ideenwerkstatt für alle, die
Spaß am Lesen vermitteln wollen". Seit 1988 initiiert und unterstützt
sie Projekte und Kampagnen, die das Lesen unterstützen. Unumstritten
ist, dass das Vorlesen und Zuhören ein wichtiger Faktor für die
geistige Entwicklung und die spätere Liebe zum Buch ist. So gibt es
von der Stiftung Lesen nicht nur für den Hausgebrauch Praxistipps für
Vorleser, sondern auch die Möglichkeit, als Vorlesepate ehrenamtlich
Kindern Texte nahezubringen. Vielleicht haben Sie Lust auf solches
Engagement?
< http://tinyurl.com/29wf7b >
________________________________
3. Ein Klassiker auf dem Buchmarkt
Schullektüre oder Operntexte - das verband man früher mit den kaum
postkartengroßen Bändchen des Reclam Verlags. Mit Goethes Faust war die
"Universal-Bibliothek" 1867 in Leipzig gestartet, durchgestartet zum
Erfolg. Denn jährlich erschienen 140 Nummern zu sensationell niedrigen
Preisen. 1917 gab es die erste Preiserhöhung von 20 auf 25 Pfennig. Das
Textangebot reichte von der Antike über die Klassiker bis zu
Gegenwartsautoren. Die Rede zum hundertjährigen Verlagsjubiläum hielt
Thomas Mann.
Inzwischen ist Farbe eingekehrt, knalliges Gelb für die Textbände, Rot
für Fremdsprachentexte, Blau für fundiertes Hintergrundwissen einzelner
Stücke und Themen. Motivreihen zaubern sogar Bilder auf den Einband:
bei den Gedichten zum Frühling oder Winter, zu Sonne und Meer
beispielsweise.
< http://www.reclam.de/verlag/profil >
< http://tinyurl.com/26wrqf >
Mit CD und Hörbüchern setzt der Verlag auf neue Medien. Wer schnell
eine Textinterpretation benötigt, kann sie online erwerben und sofort
herunterladen:
< http://www.reclam.de/download >
Im Sommer feiert der Verlag den 200. Geburtstag seines Gründers Anton
Philipp Reclam. In den Buchhandlungen zeigt sich bereits, dass ihm zu
Ehren ein spezielles Buchprogramm aufgelegt wird - auch für Lyriker.
Das fast unscheinbare Buchformat öffnet einen Fundus an Wissen und
hält mit gegenwärtigen Themen bestens Schritt.
< http://tinyurl.com/2k4sly >
________________________________
4. Bücher im Blick des Anderen
Auf die Literatur bezogen ist Deutschland ein "Importland". Daher will
"Litrix.de" die deutsche Gegenwartsliteratur und ihre Übersetzung
fördern. Von der Kulturstiftung des Bundes initiiert, vom
Goethe-Institut in München in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse
umgesetzt, werden jährlich etwa dreißig Titel - Belletristik, Sachbuch
sowie Kinder- und Jugendbuch - ausgewählt und ins Englische bzw. eine
Schwerpunktsprache übertragen. 2007 und 2008 liegt der Fokus der
sprachlichen Vermittlung auf Brasilien. Der arabische Raum und China
standen davor im Mittelpunkt.
Wer wissen möchte, welche Titel unsere Literatur im Blick der Anderen
repräsentieren, ist mit der Website oder dem Newsletter von Litrix.de
regelmäßig im Bilde:
< http://www.litrix.de >
________________________________
"Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt."
Mit solcher Anregung nach Joachim Ringelnatz wünsche ich Ihnen einen
sommerlich grünen Maianfang und grüße Sie
herzlich
Ihre
Michaela Didyk
Sollten sich beim Öffnen der Seiten mit den Links Probleme ergeben,
können Sie die Informationen direkt auch unter
http://michaela-didyk.de/newsletter/archiv aufrufen.
_____________________________________
Sie empfehlen den Michaela_Didyk-Newsletter weiter? Vielen Dank!
Verantwortlich im Sinn des Presserechts:
(c) Michaela Didyk
Unternehmen Lyrik
Schellingstraße 115
D-80798 München
Telefon +49 (0)89 524 527
Fax +49 (0)89 542 90 805
info at michaela-didyk.de
http://www.michaela-didyk.de
http://www.unternehmen-lyrik.de
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname : nicht verfügbar
Dateityp : text/enriched
Dateigröße : 5620 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL : http://listen.a-mazing.net/pipermail/michaela_didyk-newsletter/attachments/20070427/e32c6d27/attachment.bin