Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht ist es meine Liebe zu Western, die mich gleich auf das Thema anspringen ließ, als ich in Urs Engelers Verlagsprogramm die Ankündigung "Cowboylyrik" las. Zusammen mit Karl May und Herbert Achternbusch geht es daher heute auf ungewöhnliche Dichterpfade. Ein Blick auf die amerikanische Lyrik rundet das Bild. Bis zum 6. Dezember läuft noch das Jahresrätsel von Unternehmen Lyrik. Zwei Bücher warten auf zwei Gewinner. Die Kombination von Lyrik und Kunst steht im Fokus. Die dazu passenden Rätselfragen finden Sie hier auf der Mitte der Seite: < In der vierten Runde der Monatsgedichte können Sie bis zum 15. Dezember Wintergedichte posten. Für weitere Informationen klicken Sie auf diesen Link: < Viel Spaß bei der Lektüre! ________________________________ 1. Cowboylyrik 2. Ein Indianerfreund in Radebeul 3. Herbert Achternbusch - ein Cowboy andrer Art 4. Lyrik aus Amerika: Walt Whitmans "Grasblätter" ________________________________ 1. Cowboylyrik Jedes Jahr findet in Elko/ Nevada das gr0000,0000,0000oße Festival der Cowboylyrik statt. Der Aufwand der Teilnahme stellt vor Probleme. Im Literatur-Institut Leipzig setzte Ulf Stolterfoht daher auf Eigeninitiative und hielt ein Seminar zum Thema ab. Das Ergebnis ist in dem schmalen Band nachzulesen, der vor ku0000,0000,0000rzem bei Urs Engeler Editor erschienen ist. Die Auseinandersetzung mit dem Klischee zeigt in den Rissen die Kehrseite des "Lonesome Cowboy", der sich nach dem Viehtrieb in Saloons vergnügt. "Weniger bekannt ist, dass/ Der Cowboy die Klauenpflege der Tiere übernahm,/ Um Moderhinke vorzubeugen." (Gerald Ridder/ *1974) In Eva Romans (*1980) "message an baron pierre louis le bris" schlägt das Herz für Winnetou höher - im witzigen Wortspiel mit "üschi gas" oder war es "glace üschi" kann auch ein "lieber pierre brice" nur gewinnen. Mit gut 30 Texten ergibt sich ein poetisches Brainstorming rund um den Cowboy, das auch dessen Widerpart nicht ausspart: "Sie reiten nicht. Aber/ sie bewachen den Mond" (Mirko Wenig/ *1977). Die "Kleinstadtindianer" sind auf anderen Pfaden unterwegs. Cowboy Poetry Elko/ Nevada: < Ulf Stolterfoht und der Lyrikkurs des Literaturinstituts Leipzig präsentieren Cowboylyrik: < ________________________________ 2. Ein Indianerfreund in Radebeul Cowboy und Indianer gehören zusammen, so will es zumindest das Klischee. Karl May (1842-1912) prägte für ganze Generationen in der Figur von Winnetou das Bild des "edlen Wilden", der für Gerechtigkeit kämpft. Doch seine Romane sind hier nicht gefragt. Was in der Flut seiner Prosa untergeht, ist, dass der in über 33 Sprachen übersetzte Romanschriftsteller auch Lyrik schrieb - in der Themenwahl herkömmlicher Sinnfragen zeitgebunden und im Stil konservativ. Dennoch ist es ist eine ungewohnte Vorstellung, Karl May als Dichter zu sehen. Seine Verse finden Sie online über den unten angegebenen Link. Das Karl-May-Museum in Radebeul legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung indianischer Welt. Karl May und seine Werke online: < Karl-May-Museum: < ________________________________ ________________________________ JANUAR & FEBRUAR IM ÜBERBLICK - UNTERNEHMEN LYRIK: WERKSTÄTTEN UND ONLINE-KURSE 0380,00DB,009628. Januar0380,00DB,0096: Schreibnacht online – Sprachspiele „feilchen vür efa“ <<http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/schreibnaechte/>0380,00DB,0096 30. bis 31. Januar: online Lektorat – Textauswahl und Vorbereitung für Lesung oder Publikation <<http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/lektoratskurse/>0380,00DB,0096 11. bis 14. Februar: Lyrikthemen online – Im Transfer der Medien. Gedichte als Antwort auf Bild und Skulptur <<http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/lyrikthemen-online/>0380,00DB,0096 25. Februar: Schreibnacht online – Landschaften „Hier werden optimistische Hochhäuser gebaut“ 037F,00DA,0095<<http://www.unternehmen-lyrik.de/kurse/schreibnaechte/>0380,00DB,0096 27. Februar: Frischer Wind in Ihre Alltagstexte. Lyrische Feinheiten für Emotion und Überzeugungskraft. Tageskurs in Salzburg ________________________________ ________________________________ 3. Herbert Achternbusch Als anarchischer Indianer-Cowboy mit hohem Freiheitsanspruch trat Herbert Achternbusch (*1938) in seinen Filmen auf, liebend gern unterwegs, Politik und Kirche - vor allem in Bayern - mit Tabubrüchen zu provozieren. Als Achternbusch 1977 den von Verleger Herbert Burda gestifteten Petrarca-Preis verliehen bekam, verbrannte er den Scheck bei der Übergabe und verließ die Veranstaltung. Gut 30 Jahre später wurde Achternbusch nun Ende Oktober mit dem "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2010" ausgezeichnet. Die Feier findet im kommenden Februar statt. In der Begründung der Jury heißt es, Achternbusch - er hatte zunächst als Maler und Lyriker begonnen - habe "ein einzigartiges künstlerisches Werk geschaffen und dabei dem Komischen unverbrauchte poetische Kräfte und Formen verliehen. Sein offener Lebensroman in Texten, Filmen und Bildern unternimmt eine radikale und kompromisslose Selbsterforschung." Mitte der 1960er Jahre konzentrierte er sich auf Anraten von Kollegen und Freunden wie Hans Erich Nossack, Günter Eich und Martin Walser auf das Schreiben. Mehrere Bände mit Gedichten und Radierungen hatte Achternbusch bereits veröffentlicht, als die ersten Erzählungen folgten. Sein Debütroman „Die Alexanderschlacht“ (1971) brachte den Durchbruch und galt als Wegweiser für die Avantgarde der jungen deutschen Literatur in den 1970er- und 80er-Jahren. Herbert Achternbusch und Jörg Drews: "Herbert Achternbusch" < "Die Alexanderschlacht": < "Fünf Filme" (u.a. Das Gespenst) DVD: < ________________________________ 4. Walt Whitman: "Grasblätter" 1855 erschien die erste Ausgabe von "Leaves of Grass" des amerikanischen Dichters Walt Whitman (1819-1892) als Privatdruck. Die anfänglich zwölf Gedichte wuchsen durch die stete Überarbeitung zu immer umfangreicheren Fassungen an, von denen die letzte etwa 400 Texte enthielt. Whitman besingt die Aufbruchszeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. In seiner Vision entwirft er eine moderne Nation, die Spaltungen überwindet und allen Menschen Freiheit und Gleichheit bringt. In der jüngst erschienenen Übersetzung durch den Lyriker Jürgen Brocan ist das Schlüsselwerk amerikanischer Dichtung zum ersten Mal komplett ins Deutsche übertragen. Einen Überblick über amerikanische Lyrikbände in deutscher Sprache gewinnen Sie hier: >http://bloat.me/ohZ9>. Sie lohnen auf Ihrer Weihnachtswunschliste. Walt Whitman (Übersetzung Jürgen Brocan): "Grasblätter" < im Original: "Leaves of Grass"< ________________________________ Für die Adventszeit wünsche ich Ihnen Ruheoasen und Besinnlichkeit. Ich grüße Sie herzlich Ihre Michaela Didyk Sollten sich beim Öffnen der Seiten mit den Links Probleme ergeben, können Sie die Informationen direkt auch unter http://unternehmen-lyrik.de/newsletter/archiv aufrufen. _____________________________________ Sie empfehlen den Michaela_Didyk-Newsletter weiter? Vielen Dank! Verantwortlich im Sinn des Presserechts: (c) Michaela Didyk M.A. Unternehmen Lyrik _____________________________ Schellingstraße 115 D-80798 München T: +49 (0)89 524 527 Skype: michaela-didyk E: info@unternehmen-lyrik.de I: http://www.unternehmen-lyrik.de http://blog.unternehmen-lyrik.de http://twitter.com/unternehmlyrik _______________________________________________